Schlagwort: Gesellschaft

  • „Ich versteh´die Welt nicht mehr!“ Und was Heimat damit zu tun hat

    „Ich versteh´die Welt nicht mehr!“ Und was Heimat damit zu tun hat

    Nachdem ich die vergangene Woche kaum damit hinterherkam, mir die aktuellen Meldungen abzuspeichern und in irgendeiner Form zu verarbeiten, stehe ich vor der Frage, wie man nur all das, was sich abspielt, formulieren kann, ohne dass die, die das hier lesen, denken: „Lass mich bloß in Ruhe mit dem P-Wort! Das ist mir viel zu viel.“

    Ich gebe ja zu: Mir selbst ist es zu viel. Ein Zuviel an Nachrichten, ein Zuviel an Katastrophen, ein Zuviel an Gefühlen und Sorgen, die damit verbunden sein können. Ich kann jeden verstehen, der eine ablehnende und verweigernde Haltung einnimmt, wenn es um das P-Wort geht. Ich denke bei Nachrichten oft: „Möchte ich das hören? Das kann doch wohl nicht wahr sein! Ich möchte nicht, dass das ist. Nehme ich das jetzt nur zur Kennntnis? Und weiter geht´s!?“ – Ich will mich schließlich auch nicht mit Gedanken befassen müssen, die meine bisherige Welt gefährden. Ich möchte weiterhin komfortabel wohnen, möchte weiterhin speisen und trinken, was es immer gab, und ich möchte auch nicht auf die Bespaßungen verzichten, die meinen Alltag erheitern.

    Auf gar keinen Fall werde ich mich mit einem Weniger von allem anfreunden! Wo kommen wir hin, wenn ausgerechnet ich anfange. Also ich werde weiterhin ins Flugzeug steigen, nur um am anderen Ende Europas im Sonnenstuhl den Cocktail zu genießen. Ich werde keine Angst haben, dass wir nächsten Sommer das Wasser nur noch als Überflutung sehen, aber das eigene Trinken aus dem Notversorgungsbehältern kommt – und noch vielbedeutender: Ich sinniere nicht darüber, ob wir in Zukunft überhaupt noch in Sicherheit und Freiheit die Straßen betreten können.

    Jetzt mal im Ernst: Precht brachte es in einer der letzten Podcast-Folgen mit Markus Lanz wieder auf den Punkt: „Wenn du Schattenseiten und Verluste durch eine Entwicklung thematisierst, bist du entweder alt oder rechts.“ – Wow, das ist mal eine Erkenntnis. Wie ich dazu stehe: Okay! Dann ist es halt so. Ich thematisiere es und nehme in Kauf, als alt oder rechts bezeichnet zu werden.

    Eine gravierende Veränderung folgt der nächsten. Nicht nur die technische Entwicklung ist schneller als der normale Mensch sie verstehen kann. Nicht nur die Natur und die Umwelt verändern sich schneller als das Quecksilber im Thermometer. Auch das Zwischenmenschliche hat sich in den letzten Jahren durch sämtliche Bildschirmgeräte mehr denn je verändert. Jeder spürt es, jeder sieht es. Und wenn wir ehrlich sind: Manchmal stehen wir doch in Situationen, wo wir uns fragen: Was mache ich eigentlich hier oder ist das nur ein schlechter Traum? Darüber sprechen kann man kaum. Denn was ist schon in Worten auszudrücken, was man einfach nicht versteht.

    Wir suchen nach Sicherheit. Wir suchen nach Erklärungen. Wir brauchen Geborgenheit. Wir brauchen das Vertraute. Was neu ist, soll alt werden, soll austauschbar sein. Was sich öffnet, soll sich schließen, soll sich öffnen. Was ich einmal kenne, soll bleiben. Der Mensch will nicht Resilienz (ein Modewort, das ich schon länger nicht mehr hören kann), wir brauchen Kohärenz. Das heißt Zusammenhalt, Zusammenhang und logische Verknüpfungen. Mit Kohärenz kann ich was anfangen: Daran erinnere ich mich aus meiner idyllischen Kindheit, in der die Kinder aus der Nachbarschaft noch zusammen im Sandkasten hockten, im Dorf Verstecken spielten und jeden Mittwoch Family Frost den Mischa-Bären als Eis vorbeibrachte. Man kannte sich, seine Mitmenschen, die Umgebung und die Ereignisse. Wir lebten das Zusammensein und wussten, was logischerweise regelmäßig passieren würde. Und genau in diesem Leben, wo alles so vertraut schien, schlugen wir nicht nur unsere Wurzeln, sondern entwickelten auch unsere Blüten und trugen Früchte, die mehr oder weniger absehbar waren. – Der Mensch braucht Heimat.

    Ich kenne keinen Menschen, der nicht irgendeinen Ort der Welt Heimat nennt. Selbst wenn dieser Ort so nicht mehr existiert, wie er mal war. Am Ort der Heimat fühlen wir uns sicher, teilen wir gemeinsame Werte und wir sind dort handlungsfähig. Wir bewegen uns frei und wissen doch, wo unsere Grenzen sind. Man stimmt sich aufeinander ab und wir wissen, worauf wir uns verlassen können. Jeder darf sein, wie er ist, und werden, was er möchte. Nur die Heimat solltest du lieber nicht verlassen. Denn dann wirst du immer diejenige sein, die dorthin regelmäßig zurückkehrt, um alle anderen wiederzusehen. Besuch in der Fremde ist nur eher ein Wunschgedanke für alle, die dauerhaft von dort weggegangen sind, wo sie Heimat hatten. Das Gefühl von Heimat wünsche ich mir, seitdem ich denken kann, nicht nur für das, was gerade um mich herum ist, sondern aus tiefstem Herzen irgendwie für alle – nämlich auch dort, wohin sie dann irgendwann einmal gezogen sind.

    Mir ist es nicht egal, dass in Österreich ein junger Mensch in die Schule rennt und willkürlich Kinder und Lehrer erschießt. Das ist nicht Heimat. Ich kann nicht ignorieren, dass Flugzeuge mit hunderten Menschen abstürzen und Dörfer unter Wasser und Erde begraben werden. Das ist nicht Heimat. Ich kann nicht akzeptieren, dass Menschen und Städte weggebombt werden, nur weil sie anderer Religion sind. Das ist nicht Heimat. Ich möchte nicht glauben, dass die Leute in unserem Land gegen Völkermord und Krieg demonstrieren und dabei selbst zu Tätern werden. Das ist nicht Heimat. Es macht mich sogar wütend, dass die Deutsche Bahn das Platzreservieren für Familien einfach um ein Vielfaches teurer macht. Solche Entscheidungen haben keine Berechtigung getroffen zu werden, weder in Deutschland noch in der Welt. Gegen Kinder sein ist nicht Heimat.

    Heimat findet nicht nur neben dir statt, Heimat ist in deinem Herzen. Und wenn du dir das, was du mit Heimat verbindest, wünschst, dann fühle jedes Mal in dich hinein, wenn du Dinge hörst oder liest, die du lieber meiden möchtest. Passt das zu dem, was für dich einen Wert darstellt? Ist es das passende Verhalten oder die richtige Entscheidung für das, was dir wichtig ist? Gibt es logische Zusammenhänge, die sich auf dein Gefühl von Heimat positiv auswirken? Gibt es dir Sicherheit, Zusammenhalt und Sinn, wenn das passiert?

    Wenn ich auf Themen schaue, die mit den Kriegen u.a. in Ukraine, Gaza, Israel, Iran zu tun haben, mit Militär, mit Atom, mit Rohstoffen, mit Flucht… aber auch mit der zunehmenden Steuerung der Menschheit durch die digitale Welt, dann frage ich mich: In welcher Heimat wollen die leben, die all das zu verantworten haben. Wollen sie die Steinzeit zurück? Oder reden wir hier von echtem Fortschritt? Ein Fortschritt, der Heimat besser macht?! Mehr Sicherheit durch mehr Zusammenhalt, mehr Gerechtigkeit, mehr Nachhaltigkeit? – Und wem kann ich eigentlich vertrauen, dass er das Heimatgefühl noch in seinem Herzen trägt.

  • Single oder in einer Beziehung: Was ist dein Status(symbol)?

    Single oder in einer Beziehung: Was ist dein Status(symbol)?

    Bist du Single oder lebst du in einer Beziehung? Bist du Langzeitsingle oder in einer FreundschaftPlus? Ist deine Beziehung ein „nice-to-have“ oder eine tiefe Liebespartnerschaft? Bist du glücklich mit deinem Status oder fühlt es sich so an, als „geht da mehr“? Egal, in welcher Situation du dich gerade befindest, häufig verstehen Menschen das, was sie gerade leben, als eine Art Statussymbol. Einerseits: Die, die sich in Langzeitbeziehungen befinden, meinen, es sei ein Erfolg und völlig erstrebenswert, sich zu binden. Andererseits: Die, die ihr Singledasein als ein Fest der Unabhängigkeit und Freiheit zelebrieren, meinen, Beziehung sei oldschool und nicht mehr zeitgemäß. Für einen großen Teil der Menschen liegt ihr Statusgefühl sicher auch irgendwo dazwischen. Nach meinem Empfinden wird die riesige Grauzone der Beziehungswirklichkeit jedoch selten thematisiert. Vielleicht weil es wenigen leicht fällt, Unzufriedenheit zuzugeben?

    Ich kann sagen, auf meinem zuletzt achtjährigen Weg durch den Dating-Dschungel ist mir bei meinem Gegenüber so ziemlich jede mögliche Einstellung zum Thema „Singleleben und Beziehung“ begegnet. Die einen daten, weil sie Beziehung wollen, die anderen, weil sie Freundschaft+ wollen, die nächsten weil sie nur die Aufmerksamkeit suchen und so weiter. Sei es nun der Ausdruck von Orientierungslosigkeit, gelebte Kalkulation oder tatsächlich Liebe, in unserer Gesellschaft kommt zwischen Asexualität und bedingungsloser Hingabe alles vor. Dementsprechend darfst du, egal ob in Beziehung oder als Single, mit jedem möglichen Szenario rechnen, in dem du dich irgendwann einmal wiederfinden könntest. „Im Jahr 2023 betrug die Scheidungsrate von Ehen in Deutschland rund 35,74 Prozent. Auf drei Eheschließungen kam damit rechnerisch ca. eine Scheidung.“ Mit über 41 % Singlehaushalten im Jahr 2023 sind wir nicht mehr weit davon entfernt, dass jede zweite Person in Deutschland allein lebt. – Gerne wird es anders suggeriert, aber Sonderling bist du damit weder in der Welt der Singles noch in der Welt der Gebundenen.

    Bin ich denn als einzigartiger Mensch wirklich glücklicher oder trauriger, besser oder schlechter, schlauer oder dümmer, vollständiger oder gar mangelhaft, wenn ich in einem Lebensabschnitt das eine lebe und das andere nicht? Was macht mich denn zu einem Menschen mit Herz, Verstand, guten Werten und positiver Lebenseinstellung? Ist es das Singledasein oder eine Liebespartnerschaft? – Wer meint, sich da auf einer der beiden Seiten in einer Vorteilsposition zu sehen, dem möchte ich schon jetzt sagen, dass ich unter Partnerschaft kein Statussymbol verstehe, das in irgendeiner Form den Wert der Person steigert.

    Statussymbole stellen sozialen Wert, Reichtum oder die gesellschaftliche Stellung einer Person nach außen dar. Sie werden zur Selbstdarstellung genutzt, um erreichten Wohlstand, Macht oder – neuerdings – auch das erreichte Glück plakativ zu demonstrieren. Liebevoll dekorierte Familiendinner, Flitterwochen an Traumstränden, herzzerreißende Momentaufnahmen aus den gemeinsamen Familienurlauben – längst gehört es dazu, das augenscheinlich perfekte Beziehungs- und Familienleben in den sozialen Netzwerken der ganzen Welt aufzudrängen. Immer wenn ich im Zustand des Singleseins Gespräche über Dating, Beziehungen und Ehen geführt habe, wurde mir bewusst: Ja, neben teuren Autos und großen Häusern sowie Führungspositionen im Job, sehen die Menschen offenbar auch eine bestehende Liebesbeziehung als Statussymbol. Wenn du dem Kreis der „Gebundenen“ nicht angehörst, dann müsstest du das dringend erreichen. Bist du eine Singlefrau, dann hast du was falsch gemacht, dann bist du komisch, dann ist was falsch mit dir. Vermutlich bist du zu kompliziert, zu anspruchsvoll, hast falsche Erwartungen, hast eine schlechte Menschenkenntnis, bist nicht kompromissbereit und überhaupt, kann eine Person, die es lange allein aushält, doch gar nicht von dieser Welt sein. Bist du allerdings verheiratet, dann hast du es erreicht, du bist reif, du übernimmst Verantwortung, zeigst Stabilität und kannst ja einfach nur jemand sein, auf den Verlass ist. Auf Scheidungsgründe gehe ich an dieser Stelle lieber nicht ein.

    Allzu gern ausgeblendet wird aus der Perspektive der verlässlich Gebundenen, dass heutzutage auch der Single-Status als Symbol für Wert gesehen wird. Nicht nur einmal habe ich mit Männern gesprochen, die voller Stolz von ihrer nach Beziehungsende gewonnenen Freiheit und Selbstständigkeit berichtet haben. Da geht es um Selbsterfüllung, überfällige Karriereschritte, aufzuholende Reisewünsche, längst vergessene Hobbies und schließlich auch darum, trotz aller „Männerklischees“ und gescheiterter Beziehung, der beste Vater ever zu sein! Allein zu leben oder bewusst keine feste Partnerschaft einzugehen, sehen diese Männer (und sicher auch zahlreiche Frauen, die ich nicht gedatet habe :D) als Zeichen von Stärke und Selbstbestimmtheit. Bei dieser Attitüde ist es eine schicke Lifestyle-Wahl, Single zu sein – von wegen Mangel, es ist Zugewinn, allein zu sein. Und dem schließen sich auch all die Feministinnen an, die hochmotiviert sind, wirtschaftlich unabhängig und selbstständig unterwegs zu sein: No Sex, No Marriage, No Child sind hier das Motto der Zeit. Und wird Sex nicht ausgeschlossen, so kann die Frau der Neuzeit natürlich ganz frei wählen, wen sie liebt – nur am besten keinen männlichen Mann. Ausgerechnet auf einer Seite mit dem Namen „liebesleben.net“ heißt es: „Das Singlesein ist nicht nur ein Status, es ist eine Bühne des Lebens, auf der man die Hauptrolle spielt und das Drehbuch selbst schreibt.“ Und wer´s nicht glaubt: Die zahlreichen Vorteile des Singledaseins sind wohl dort auch nachlesbar.

    Aber genau dieses Zitat ist aus meiner Sicht Kern dessen, worauf es doch ankommt, egal in welcher Situation man lebt! Geht es nicht immer darum, die Hauptrolle auf seiner Bühne des Lebens zu spielen und das Drehbuch selbst zu schreiben? Ich sage Ja, das tut es! Schon immer schreibe ich selbst mein Drehbuch. Ob ich mich selbst immer als Hauptrolle definiert habe – wohl kaum. Das musste ich erst lernen. Aber alles, was in meinem Leben passiert ist, habe ich in großen Teilen selbst in Erwägung gezogen, angestoßen, vorgedacht, geplant oder aktiv vorangetrieben. Es war zu jedem Zeitpunkt meine eigene Entscheidung, wem ich meine Zeit schenke, wem ich zuhöre, wen ich wiedersehe und ob dieser Mensch zu meinen Interessen, Werten und Zielen passt. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass in 8 Dating-Jahren nicht ein einziger Mensch dabei war, der nicht zumindest das Potenzial gehabt hätte, ein „Match“ zu werden. Aber es gehören eben immer zwei Menschen dazu, die nicht nur ihr Herz öffnen können und wollen, sondern auch noch sehr ähnlich „ticken“. Wenn mich jemand gefragt hat: „Wie kann es nur sein, dass du schon so lange Single bist?!“ Dann ist die schlichte Antwort darauf: Ich habe mich ganz frei dafür entschieden, so lange Single zu sein, bis der Mann vor mir steht, der langfristig „matcht“, in all seinen Facetten aus Herz, Verstand, Interessen, Werten und Zielen. Und wenn der Blitz der Liebe zuschlägt, möchte ich meine 1 aus 1 Millionen nicht mehr hergeben.

    Mein Statussymbol, das meinen Wert nach außen trägt, wird immer die Tatsache sein, dass ich aus Liebe, Unabhängigkeit und Freiwilligkeit heraus entschieden habe, mit diesem Menschen meine Zeit zu verbringen. Und eben nicht, weil andere Menschen fanden, ich sollte einen Partner haben, damit ich nicht allein bin.

    Wenn du in einer Liebespartnerschaft lebst, die darauf basiert, dass ihr immer wieder neu „matcht“ und frei entscheidet, zusammen zu bleiben, dann seid gewiss: Es ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Besonderheit, einen Menschen im Leben zu haben, der euch mit allen Vorzügen und Macken anerkennt, wertschätzt, liebt, bestätigt, fordert, fördert und mit dem ihr gemeinsam wachsen und lachen könnt.

    NummerProblemDein Standpunkt
    1Er ist ein gebrochener Mann, der seine große Liebe verloren hat und keine Hoffnung auf eine neue Beziehung hat.– Du willst einen starken Mann.
    2Er hat seine Träume aufgegeben, weil er seine erste Familiengründung vermasselt hat.– Du willst einen Mann mit Träumen und Zielen für die Partnerschaft.
    3Er bleibt unverbindlich, aus Angst vor Enttäuschung und Verletzung.– Du musst ihn nicht von deinem guten Herzen überzeugen.
    4Er zeigt keine Leidenschaft in der Beziehung und ist emotional blockiert.– Du brauchst Liebe und Leidenschaft zusammen.
    5Er hat keine Zeit, eine Frau richtig kennenzulernen, weil er sich um die Kinder kümmern muss.– Du brauchst Tiefe und ehrliches Interesse.
    6Er möchte mit Ende 30 die Welt bereisen und denkt nicht an eine feste Beziehung.– Du möchtest gemeinsame Pläne und keinen Mann am anderen Ende der Welt.
    7Er wohnt weit weg und möchte keine Mühe in die Beziehung investieren.– Du möchtest keinen Mann, der Herausforderungen vermeidet.
    8Er erkennt, dass er als frisch gebackener Single noch kein Vater geworden ist und erwartet, dass du ihm ein Kind austrägst.– Du möchtest keine Fortpflanzungsoption sein, sondern aus Liebe heraus ein Kind bekommen.
    9Er sieht in Beziehungen nur Zwänge und sucht deshalb etwas Unverbindliches.– Du bist keine Option, sondern die Liebe.
    10Er ist mit Arbeit, Hobbies und Freunden so beschäftigt, dass für eine Beziehung keine Zeit bleibt.– Ein Mann ohne Zeit für dich ist kein Mann für dich.
  • Frühlingsträume und Politik: Was der Koalitionsvertrag wohl meint

    Frühlingsträume und Politik: Was der Koalitionsvertrag wohl meint

    Willkommen zurück bei Jennifer´s Weekly. Immer noch wenig „weekly“, dafür 100% Jennifer: 100% Frühling, 100% Gefühle, 100% Müdigkeit. Wie soll ich da im Wochenrhythmus einen Blog schreiben, der nicht nur ein bisschen unterhalten, sondern auch noch den Kern der Zeit und eure Herzen treffen soll. Also mein Herz hängt gerade weniger am politischen Geschehen, aber nach 100 Tagen fortschreitender „Trumpisierung“ passiert ja jeden Tag so viel auf der Weltbühne, da kommen weder Aktien- noch Wechselkurse hinterher. Schauen wir nicht in die USA, deren Bürger gerade Stück für Stück aus dem Schneewittchenschlaf nach Ihrer Präsidentenwahl erwachen, blicken wir auf eine deutsche Regierungsbildung, die nach „trumpschem“ Vorbild Illusionen hinterhereilt, in denen Wirtschaft und Frieden vermeintlich gleichermaßen gesichert werden können.

    Der Koalitionsvertrag spricht Bände, wenn man genau hinsieht: Wirtschaft wird hier zu Lande spätestens seit Einmarsch Putins in die Ukraine nur noch mit Krieg und Frieden zusammengedacht. Den Glauben, wir könnten ohne Krieg-und-Frieden-Diskussionen in einer Welt leben, die auf Verstand und Vernunft basiert, können wir ablegen. Wer denkt wie ich, nämlich dass es doch verdammt nochmal möglich sein muss, sich nachhaltig, respektvoll und wertschätzend auf dieser Erde zu bewegen, der muss auch erkennen, dass die, die uns regieren, kein Interesse daran haben. Weder ein Putin, ein Trump, ein Macron, ein Jong-un oder ein Merz geht es um ein friedliches Miteinander, um den Einklang zwischen Mensch und Natur. Wenn es nicht um noch mehr Geld geht, geht es um Macht. Die Macht, Entscheidungen zu treffen, die die Welt und sie selbst bei Laune halten.

    Und so dachte ich mir, ich überfliege einmal die 146 Seiten des Koalitionsvertrages unserer altbewährten Freunde aus CDU, CSU und SPD.  „Verantwortung für Deutschland“, „sicheres Deutschland“ und „erfolgreiches Regieren“ stehen da gleich in der Einleitung so wohlklingend wie selbstverständlich, dass ich gar nicht weiß, ob ich lächeln oder weinen soll, während ich das lese. „Wir verstehen das Wahlergebnis als Auftrag für eine umfassende Erneuerung unseres Landes, die auf Stärken baut und Schwächen bereinigt, die neue Sicherheit schafft, Stabilität bietet und Zusammenhalt stärkt.“ Also wenn umfassende Erneuerung bedeutet, dass man wie in den USA massenhaft Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst entlässt, Unternehmer in die Politik holt, überzogene Zölle einführt, militärisch in Ländern mitmischt, wo man nichts verloren hat, Umwelt und Klima ignoriert und DANN meint, die Lösung aller Probleme liege doch nur in der Sicherung der Grenzen, dann möchte ich nicht Teil dieser Erneuerung sein. – Was wäre denn echte Erneuerung? Womit könnte man denn Deutschland wieder zu einem Land machen, auf das man stolz sein kann? Das Land der Dichter und Denker. Diese Aussage gefällt mir eigentlich. Erst einmal die Vision einer Idealwelt dichten und dann die Lösungen dahin denken. – Was sich hier gerade abspielt, ist mir einfach zu primitiv! Ich fühle mich mehr als 100 Jahre zurückversetzt, wenn ich in diesem Koalitionsvertrag Passagen lese wie: „In der Stahl- und Automobilindustrie stehen wir vor enormen strukturellen Herausforderungen. Gleichzeitig muss die Verteidigungsindustrie sehr zügig und im großen Maßstab skalierbar wachsen. Wir prüfen daher, wie die Umrüstung und Ertüchtigung vorhandener Werke für die Bedarfe der Verteidigungsindustrie unterstützt werden können.“ – Geht´s noch, Herr Merz? Und all die anderen, die da mitmachen… Ich möchte keine Umrüstung der Automobilbranche in eine Rüstungsbranche! Nein! Und auch nicht eine „wettbewerbsfähige Hafeninfrastruktur mit guter Hinterlandanbindung, die auch militärische und energiepolitische Erfordernisse berücksichtigt.“ Oder dass Sie „Leichtbau-Technologie, additive Fertigung und 3D-Druck fördern“, um nach ukrainischem Vorbild 3D-Druck-Drohnen für jeden Privathaushalt zu ermöglichen. Ich bin auch gegen den zügigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur nach Polen und Tschechien, wenn dieser dem Krieg dienen soll. Und nein, ich habe auch keine Lust auf gut besuchte Regionalflughäfen, wenn diese die zukünftigen Anflugsorte für Militärflugzeuge sind!

    Ja, liebe Leser und Leserinnen, so etwas steht im Jahr 2025 auf der Agenda. Nicht nur, dass man unter Nachhaltigkeit einen Auftrag zu Kriegsvorbereitungen versteht, anstatt eines Beitrags zum Erhalt unserer Umwelt und unserer Ressourcen, von denen wir leben und ohne die wir sterben. Man hat in diesem Vertrag sogar noch Vorhaben formuliert, die maßgeblich dafürsprechen, wieder weniger Rücksicht auf Umwelt und Natur zu nehmen: Wasserstraßen und Häfen werden transformiert (und bitte nicht glauben, dass das ein naturnaher Umbau wird), die Luftverkehrssteuer wird zurückgenommen, die Multikodierung von Flächen wird gestärkt, der Wald wird als Multinutzungsobjekt gesehen und wer gern auf die Jagd geht: Die angehenden Soldaten dürfen nun auch den Wolf abschießen. – Ich versuche gern, die Vorteile zu sehen, wenn Bauvorhaben beschleunigt werden, indem die Mitsprachemöglichkeiten von Bürgern und Umweltverbänden zeitlich begrenzt werden. Wer wartet schon gern jahrelang, bis der erste Spatenstich erfolgen kann. Was ich aber auch sehe, ist die Lockerung von Bürokratie nicht zugunsten ökologischer Nachhaltigkeit, sondern eher zum Zwecke weiterer Versiegelung von natürlichen Flächen und weiterer Eingriffe in gerade noch vorhandene Wälder. – Ich kenne das Land- und Stadtleben. Ich liebe beide Welten mit ihren Eigenheiten. Beide Welten haben ihre Vor- und Nachteile. Was ich nicht verstehen kann, ist, wenn Straßen in Städten werden sollen wie Dörfer, und wenn Wälder behandelt werden, als könnte man Bäume wieder aufbauen wie Häuser. Dieses Denken und Handeln ist absurd und zielt auf alles, nur nicht auf Nachhaltigkeit.

    Wer das ländliche Leben einmal kennen und lieben gelernt hat, den sollte es freuen, dass im Koalitionsvertrag zumindest die ländlichen Regionen ansatzweise bedacht wurden. „Wir wollen Dörfer der Zukunft als lebens- und liebenswerte Heimat fördern.“, heißt es. Nur nach konkreten Maßnahmen hierzu darf man im Koalitionsvertrag nicht suchen. Bitte nicht nachfragen! Man könnte feststellen, dass alles beim Alten bleibt. Sogar das Rentenniveau! Wir freuen uns auf weitere 7 Jahre mit der aktuellen Rente für alle, die schon Rentner und Rentnerinnen sind und bereiten unterdessen vor, dass wir zukünftig alle aktien-fit sein müssen, um nach der 68 nicht in Armut zu leben. Dafür soll es dann die Frühstartrente geben. Nimmt man ab dem 6. Geburtstag für sein Kind 10 € pro Monat vom Staat und legt es an, hat man das große Glück und kann zum 68. Geburtstag eventuell, vielleicht, wahrscheinlich circa 25.000,00 € ernten. Das ist quasi die Umerziehung der Bürger zur selbstverantwortlichen Altersvorsorge. Zusätzlich darf der fleißige Bürger, der noch nicht seinem Krebs oder einer anderen Volkskrankheit erlegen ist, über das Regeleintrittsalter hinaus bis zu 2.000,- € steuerfrei dazuverdienen. Erfreulich ist auch, dass Frauen(!) in der deutschen Wirtschaft weiterhin benannt und berücksichtigt werden. Nicht wie bei Trump, wo das Wort „Frauen“ aus sämtlichen Dokumenten verschwinden soll. Bei uns erhalten nun alle Mütter „die Mütterrente mit drei Rentenpunkten – unabhängig vom Geburtsjahr der Kinder –, um gleiche Wertschätzung und Anerkennung für alle Mütter zu gewährleisten.“ „Die Finanzierung erfolgt aus Steuermitteln, weil sie eine gesamtgesellschaftliche Leistung abbildet.“ – Wow! Bravo, Herr Merz! Da durfte wohl Ihre Frau auch einmal ein bisschen mitschreiben am Koalitionsvertrag? Vielleicht war sie es auch, die auf „Bewegung und gesunde Ernährung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen“ hingewiesen hat. – Nach alledem, was man den Kindern und Jugendlichen in der Pandemie nicht altersgerecht zumutete, stellen jetzt bestimmt viele Frauen der älteren Generation fest, dass Kinder heutzutage nicht mehr so fit sind, wie „damals“. Zeit wird´s, dass die Politik Sport und Bewegung wieder mitdenkt. In einem gesunden Körper steckt schließlich auch ein gesunder Geist. Gesunder Geist, friedlicher Geist. – Ähm, ja…stimmt, Herr Merz, da müssen Sie noch einmal abwägen, ob Sie friedliebende Seelen oder doch eher Maschinen für den Kampf an der Front wollen.

    Zu guter Letzt noch ein paar wohlwollende Floskeln aus dem Vertrag: Flüchtlinge, Erwerbsmigranten, wie auch immer man die Gruppen nennt – man will eine Work-and-Stay-Agentur gründen. Alleinerziehende möchte man entlasten – was genau da bei den wenigen Milliarden Euro übrigbleibt, wird noch geprüft. Bei körperlich stark belasteten Berufsgruppen gibt es offensichtlich Möglichkeiten für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Und wie in jeder Legislaturperiode kommen angeblich massive Investitionen in Kitas und Schulen, um die Chancengleichheit zu erhöhen. In die Situation der Arbeitslosigkeit möchte man zukünftig mit besten Voraussetzungen aus der massiven Aufwertung unseres Schulsystems dann bitte nicht mehr kommen, denn da erwartet die, die einmal Vermögen durch Arbeit aufgebaut haben, dass sie weniger Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Leisten, leisten, leisten wird belohnt von unserer neuen Regierung! Deshalb erwarten uns auch steuerfreie Überstunden. Und Frauen werden als Unternehmensgründerinnen stärker unterstützt.  Ja richtig, Frauen werden nicht gleichbehandelt, sie benötigen gesonderte Unterstützung im Berufsleben! Work-Life-Balance adé, Geschlechtsdiskriminierung juché!

  • Mein Fußabdruck, Nachhaltigkeit und andere Katastrophen

    Mein Fußabdruck, Nachhaltigkeit und andere Katastrophen

    Verrückt… Vier Wochen vergingen wie im Flug. Vor über vier Wochen beschloss ich das Schreiben für mich. Keine instagram-Kommentare, keine whatsapp-Nachrichten, keine E-Mails, keine Briefe. Irgendwie soll es endlich anders und nachhaltiger werden. Etwas, das bleibt, im Herzen oder im Kopf, das wäre toll!
    Während ich diese Worte schreibe, ereilt mich direkt und ungeschönt das Bewusstsein, wie wenig Zeit uns doch bleibt, all das zu tun, was man gern tun möchte, solange man die Ehre hat, auf dieser Erde zu leben und seinen Fußabdruck zu hinterlassen.
    Ich habe ja schon ein großes Herz für unsere Erde. Wie könnte ich nicht, als ehemalige Backpackerin. Wenn ich könnte, wüsste ich sehr genau, welche Maßnahmen ich politisch durchsetzen wollte, um unsere Erde zu retten. Weniger Konsum von Billigprodukten, besseres Müllmanagement und Recycling, weniger Chemie, Reinhaltung von Wasser, weniger Waldrodung etc. pp. Wenn ich „Fußabdruck“ als Metapher nutze, dann möchte ich in meiner Idealvorstellung nur ganz sanft den Boden berühren. Gerade genug, um den zukünftigen Generationen den Weg zu weisen, wie sie liebevoll mit sich und der Umwelt umgehen sollen, sodass alle Lebewesen auch weiterhin gut auf unserem blauen Planeten leben können. – Aber was schreibe ich da! Man könnte meinen, ich verbrächte meine Zeit als „Öko“ in einer Holzhütte mit Leinenkleidung am Körper und Linsen im Topf. Nein, das mache ich nicht. Ich stecke genauso in der Konsumwelt und in der Wohlstandsgesellschaft fest wie jeder andere Durchschnittsbürger der westlichen Welt auch. Meine Wünsche an die Menschheit sind größer als die selbst gelebte Praxis. Trotzdem lässt die heutige Technik viel mehr Umwelt- und Klimaschutz zu, als die Unternehmen umsetzen und die Privatperson in seiner kleinen Sphäre erkennt.
    Habe ich geschrieben „westliche Welt“? Da habe ich wohl für einen Moment die Tatsache verdrängt, dass wir uns politisch gerade vom „Westen“ verabschieden. Hier und da erklingen derzeit die Worte vom „Ende des Westens“. Ja, US-Präsident Trump hat einiges offensichtlich gemacht, was wohl schon lange – zumindest in der Wirtschaftswelt – in den Angstköpfen laut geschrien hat: Die Ressourcen der Erde werden knapp! – Guten Morgen an alle, die dachten Kohle, Metalle und Öl wachsen nach. Und wer zukünftig noch Geld machen möchte, muss sich jetzt – und zwar jetzt! – so viele Quellen sichern, wie nur möglich. Da kommt ein Konflikt um Landesgrenzen im weit entfernten Eurasien gerade recht. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Das wurde uns schon in der Kindheit eingepflanzt. Nach Jahren der „Zickereien und Zankereien“ ist nun der Moment gekommen, wo endlich wieder alle die erfreuten Dritten sein wollen. Was waren schon Merkel, Obama und Berlusconi – da hat jeder doch nur auf sein Stückchen Erde geschaut. Jetzt erblühen die Wunden der Vergangenheit. Jetzt schauen wir uns mal die nie verschwundenen Schmerzen an. Jetzt wollen wir endlich mal die richtige Medizin gegen „Gierhals-Schmerzen“ nehmen: Es lebe der Neo-Kolonialismus! Jeder nimmt sich, was er braucht. Wer nicht ja sagt, wird mundtot gemacht.
    Und während einige Präsidenten erkennen, dass man an Ressourcen über Druckmittel kommt (da kann man schon mal vor laufender Kamera ein würdeloses Gespräch zwischen Ukraine und USA führen), erkennen andere die Chance des großen Gewinns darin, einfach das, was noch da ist auf der Erde, so schnell wie möglich wieder – und dieses Mal noch massiver – in Waffensysteme zu investieren. Die Welt hat sich die letzten 70, 80 Jahr schließlich weitergedreht. Das hat auch ein Merz erkannt: Waffen heute sind nicht die Waffen aus dem 2. Weltkrieg. Heute hat man Drohnen und Cyberangriffe. Das klingt viiiel harmloser! Eher nach einem Spiel, was der heutigen Jugend doch gefallen müsste. Ich könnte fast vergessen, dass es die Atombombe, die uns entweder sofort erschlägt oder qualvoll an Krankheiten sterben lässt, vergessen. Man nehme einfach ein paar Milliarden Euro Steuergeld – was von den Bürgern und Unternehmern, die zum großen Teil auf ehrliche Weise gewirtschaftet haben, kommt. Man gebe dieses Geld in Rüstungsunternehmen. Man kaufe selbst ein paar Anteile in Form von Aktien. Und siehe da: Das Vermögen einzelner vervielfacht sich innerhalb weniger Jahre! – Schon haben sich ein paar geschürte Ängste vor dem bösen Russen gelohnt. Dazu kommt der positive Nebeneffekt, dass man den Umbau der Wirtschaft auf grüne Nachhaltigkeit erst einmal vom Tisch hat. Einführung von künstlicher Intelligenz, mehr Einsatz von Robotern und weniger Jobs in der konventionellen, bisherigen Industrie gefährden unsere Arbeitsplätze? Wo kommen wir hin… Die Menschen schicken wir einfach in die Rüstungsindustrie und zur Bundeswehr! Geld und Sicherheit für wenige, Beschäftigung und Ablenkung für viele. Da hat man doch zwei Fliegen mit einer Klatsche erwischt.
    Ja, die Wiedereinführung der Wehrpflicht steht tatsächlich auf der Tagesordnung. Wer sich schon an den Gedanken gewöhnt hat, nie wieder was mit Krieg zu tun zu haben, dem sei gesagt, dass wir zukünftig alle wieder Menschen in der Familie haben werden, um deren Leben wir bangen müssen, während wir gemütlich zuhause auf dem Sofa sitzen. Hatte Merz sich nicht kurz nach dem Mord des Mädchens durch einen Messerangriff hingestellt und so getan, als müsste man unsere Kinder schützen? Voller Emotion sprach er vom Schutz der Bevölkerung vor kaltblütigen illegalen Migranten. Ach, was interessiert uns das Geschwätz von gestern. Die Grenzen können wir mit der SPD sowieso nicht dicht machen. Da nehmen wir doch die jungen Menschen und stellen sie an die Front, um die Rüstungsmilliarden der alten Säcke vor einem Angriff aus dem Osten der Welt zu schützen. Vielleicht bildet man auch die Menschen, die ohnehin aus dem Krieg kommen, noch besser aus. Ganz bestimmt stärkt das die innere Sicherheit! Ist man also nicht mit Arbeit beschäftigt oder selbst wehrpflichtig, darf man sich immerhin mit der Angst, Menschen zu verlieren, von Kriminellen ins Visier genommen zu werden oder von einer Bombe erwischt zu werden, auseinandersetzen. Wem das noch nicht reicht: Steigende Temperaturen sind so sicher wie die steigenden Preise. Langweilig wird’s nicht.

  • Meine Reise mit WordPress: Ein persönlicher Blogstart

    Meine Reise mit WordPress: Ein persönlicher Blogstart

    „Willkommen bei WordPress! Dies ist dein erster Beitrag. Bearbeite oder lösche ihn, um deine Blogging-Reise zu beginnen.“

    Mit diesen Worten begrüßt mich am 9. März 2025 wordpress.com in der digitalen Welt. „Hallo Welt!“ Ahja… Die ganze Welt möchte ich hier eigentlich erst einmal nicht ansprechen. Oder vielleicht doch? Man soll ja groß denken. Oder doch erstmal klein stapeln… Fragen über Fragen. Schauen wir einfach, was passiert.

    Dass ich hier gerade meine eigene Webseite starte, fühlt sich etwas surreal an. Aber hey – Ich bin eine Frau, die mit 39 Jahren mitten im Leben steht und nicht selten viele Gedanken hat, die sie unbedingt loswerden darf. Ich bin bestimmt keine schlagfertige Person, die frechen Menschen immer sofort etwas entgegnen könnte. Erst recht keine Quasselstrippe, die oberflächliches Schnattern zelebrieren würde. Das heißt ja aber nicht, dass ich nicht wenigstens einmal wöchentlich etwas zu sagen habe, was jenseits der Wettervorhersage liegt.

    Ich bin ein denkendes und fühlendes Wesen und als solches gibt es ganz bestimmt das eine oder andere, was vielleicht >interessant, aufschlussreich, hilfreich, inspirierend, motivierend oder einfach nur unterhaltsam< ankommt. Ich denke und ich schreibe gern. Deshalb möchte ich Menschen an Teilen meines Denkens und Fühlens teilhaben lassen. Nette Menschen versteht sich. Wenn du das Bedürfnis verspürst, Shitstorms zu bedienen, dann bist du auf meinem Blog falsch. Wenn ich mich austauschen möchte, dann mit allen, die auf ihr gutes Herz zu hören noch nicht verlernt haben. „Heart and Mind“ könnte mein Motto lauten.

    Da bin ich: Jennifer ist online und selbst gespannter als jede andere Person, was diese Sache hier mit ihr machen wird. Ich sehe mich weder als Blogger, Influencer noch als Journalist. Menschlich und authentisch werden meine Beiträge immer sein. Kategorien a là links/rechts, dumm/schlau, extro/intro, reich/arm, analytisch/kreativ, sexy/brav, Heimweh/Fernweh, traditionell/modern, konservativ/alternativ oder lieb/böse braucht mir beim Lesen keiner überstülpen. Ich gehöre in keine Kategorie (abgesehen von „Frau“) und darauf bin ich nicht nur stolz, sondern auch sehr froh darüber. – Wenn du dich nicht kategorisierst, hat das Leben mehr von dir!

    Schön, dass du vorbeischaust!