Schlagwort: Alltag

  • Beziehungskonflikte verstehen: Warum Mediation helfen kann

    Beziehungskonflikte verstehen: Warum Mediation helfen kann

    Mein Hals und meine Augen fühlen sich warm an, gerade so, dass ich zwar weinen könnte aber auch noch hin und hergerissen bin, ob ich es ein weiteres Mal zulasse, die Traurigkeit fließen zu lassen. Ich entscheide mich dagegen.

    Heute schreibe ich wahrlich nicht, um gesellschaftskritisch oder satirisch zu sein; viel mehr aus einer tiefen Enttäuschung heraus, dass es wohlmöglich nicht nur reicht, immer wieder zu reden, zu reden und nochmals zu reden. Ich erfahre gerade, wie es ist, wenn man an seine persönliche Grenze der zumutbaren Gespräche stößt. Eine Grenze, wo man denkt: Es ist doch eigentlich alles gesagt, um zu verstehen. Und doch begleitet von unzähligen Fragen: Bin ich in meiner Art und Weise, mit meinem Partner in Kommunikation zu treten, überhaupt immer wieder zumutbar? Ist das, was ich als Antworten und Reaktionen bekomme, mir noch zumutbar? Wieviel Konflikt ist normal? Wieviel Lösung darf ich erwarten? Welche Ansprüche an gute Kommunikation sollte jeder haben? Welche Fragen darf ich stellen? Welche Annahmen über den anderen darf ich treffen, ohne zu fragen? Was ist ein Vorwurf? Wann gibst du deine Verantwortung an andere ab? Welche Aussagen sind respektvoll, wo fängt Abwertung an? Kommunizierst du so, wie du selbst angesprochen werden möchtest? Hast du Standards und Werte, oder machst du es nur „irgendwie“?

    Ja, irgendwie kommen wir alle durch das Beziehungsleben. „Irgendwie“ bekommen wir alle hin. Ich mache da mal was. Ich sag´ da mal was. Das geht schon. Eben irgendwie, irgendwo, irgendwann. Und ehe man sich versieht, sind Jahre vergangen, in denen „es halt so ging“. Während viele Paare recht unbewusst vor sich hin kommunizieren, schaffen es einige, oft mit nötiger Sensibilität und echtem Bewusstsein ihre Worte zu wählen. Ob diese glücklicher miteinander sind? Ich weiß es nicht. Die meisten wollen das Alleinsein nicht. Oft strebt man nach Harmonie, Einigkeit, Gemeinsamkeiten. Vor allem in der Beziehung soll es doch „passen“. Es soll einfach funktionieren. Oft werden dann Konflikte vermieden. Man steckt ein, schluckt herunter, wartet ab, hofft auf die nächste Chance. Man sagt sich lange, „Ach, so schlimm war es doch nicht.“ Ich sollte nicht so anspruchsvoll sein, das ist normal, anderen geht es auch so. Du passt dich an die Wellen an und surfst das Leben, wie der Wind dich treibt. Vielleicht vergisst du, dass du eine Wahl hast, z.B. bei welchem Wetter du aufs Wasser gehst und an welchem Strand du surfen möchtest. Im Konflikt: Da hat man das Brett lieber vor dem Kopf, statt unter den Füßen. Und wenn die Konfliktwellen nicht vermieden werden, dann geht es immerhin um den Krampf, doch unbeschwert wieder ans Ufer zu kommen.

    Vielleicht bist auch du schon einmal an einer Weichenstellung in deiner Liebesbeziehung angekommen, wo du das Gefühl hast: Entweder ich sage jetzt mal nichts und lasse das, was passiert ist oder passieren wird, auf mich wirken. Oder ich schalte jemanden von außen dazu, der uns gegenseitig übersetzt. Ich bin in einem Moment der Ratlosigkeit, welche nur so vor Fragezeichen explodieren möchte. Ich möchte am liebsten schreien und all die Emotion herauslassen. Es sind starke Emotionen aus der vermeintlichen Hilflosigkeit heraus. Man setzt all seinen Menschenverstand und das größte Herz ein und trotzdem so hilflos, dass man weiter aneinander vorbei erzählt oder fühlt. Es stellt sich ein Gefühl von Aussichtslosigkeit ein, das nötige Verständnis herstellen zu können. Es fing doch alles so gut an. Es kann viele Jahre gut funktionieren. Und plötzlich fragt man sich: wie kann es nur weitergehen?

    Manchmal braucht es wohl Übersetzer. Denn manchmal sind die Ausgangspositionen, aus denen Menschen in Beziehung treten so unterschiedlich, dass sie jeweils auf einer anderen Seite der Kommunikation unterwegs sind. Jeder, der mal irgendwann an einer Kommunikationsschulung teilgenommen hat, kennt die 4 Seiten der Kommunikation. Ich muss zugeben, bis zu meiner Mediationsausbildung, die ich letztes Jahr angefangen habe und dieses Jahr beende, habe ich das 4-Seiten-Modell etwas verdrängt. Es scheint ja doch sehr theoretisch, ist nicht mit den Augen zu sehen. Und doch bestimmt es unser tägliches Miteinander. Aber was meint es eigentlich? Es sagt, dass Menschen im Gespräch: 1. eine Sache/Beobachtung benennen, 2. immer etwas von sich selbst preisgeben, 3. zeigen, wie sie zu der Person stehen und 4. ausdrücken, was sie gerade brauchen oder erwarten. Im normalen Alltag passieren diese vier Elemente einfach automatisch. Wir denken nicht darüber nach. Es fügt sich. Auf Aktion folgt Reaktion. Eine Frage bekommt eine Antwort.

    Ich habe das Gefühl, im Konflikt aber verschiebt sich der Fokus oft auf nur eine Seite der Kommunikation, vielleicht häufig auf den Appell (was ich vom Gegenüber möchte) und alles andere rückt zu stark in den Hintergrund. Hier ein Beispiel aus gelebter Patchwork-Beziehung, mit dem Versuch, Paarurlaub mit Blick auf die Umgangszeiten der Kinder mit den anderen Elternteilen zu planen:

    KommunikationsebeneSIEER
    1. SacheIch kann faktisch nur in den Ferien Urlaub mit meinem Partner machen.Ich könnte theoretisch jede zweite Woche Urlaub mit ihr machen.
    2. SelbstpreisgabeIch habe das Bedürfnis, mit meinem Partner, ohne die Kinder Urlaub zu machen.Ich habe das Bedürfnis, mit ihr Paarurlaub zu machen. Wichtig sind mir aber …
    3. BeziehungEr ist mir wichtig. Ich bin bereit, Ferienzeit für ihn zu investieren.Sie ist mir wichtig. Ich möchte mit ihr als Partnerin am liebsten immer Urlaub machen, wenn die Voraussetzungen dafür stimmen.
    4. AppellBitte plane Urlaub in den Ferien mit mir.Bitte plane Urlaub außerhalb der Ferien mit mir.

    Wer die Ebenen im Beispiel liest, kann vielleicht Sie und Ihn verstehen. Na klar haben beide Perspektiven ihre Berechtigung. Beide Menschen kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in das Gespräch. Und Überraschung: Das ist Leben und das darf so sein! Wer sich gerade wiedererkennt mit seinen eigenen kleinen Beziehungskonflikten, darf sich an dieser Stelle einmal in den Arm nehmen – und im Menschsein willkommen heißen. 🙂

    Was mich nun so ratlos stimmt? Wenn ich mich schon bemühe und an allen vier Ebenen ansetze und glaube, diese ganz klar, verständlich und nachvollziehbar auszusprechen – nein, nicht nur anzudeuten über Mimik und Gestik, sondern diese sogar ausspreche – wenn dann mit meinem Partner kein Konsens zustande kommt, was tue ich dann? Muss ich akzeptieren, dass kein Konsens da ist? Muss ich es aushalten? Muss ich damit rechnen, dass in ähnlichen Situationen das gleiche passiert und wir beide dann wieder unzufrieden auf den Zustand schauen?

    Was bei Paaren in solchen Momenten dann oft passiert, sind Vorwürfe, Schuldzuweisungen, Aggression, Beschimpfungen, Rückzug, Angst, Kurzschlussreaktionen. Es kommt zu Entscheidungen, die nicht nur unbefriedigend für beide Partner sind, sondern auch tieftraurig machen können. Es kann zu Verletzungen kommen, die die Beziehung manchmal nachhaltig gestört zurücklassen. Man kann sich als Versager oder Versagerin fühlen, als Opfer oder als empathieloser Täter. All das kommt vor, wenn Menschen nicht mehr zuzumuten ist, eine Situation beizubehalten, in der einfach kein Konsens möglich erscheint.

    Viele wählen schließlich den getrennten Weg – sei es innerhalb der Beziehung (aneinander vorbei leben) oder indem sie ihre Partnerschaft auflösen. Das erscheint mir der einfache Weg zu sein, um seine Ruhe zu haben. Aber es kann auch bedeuten, nie vollwertig gelebt und geliebt zu haben.

    Ich wäre nicht ich – eine Mediatorin immer mit dem besten Glauben an das menschliche Miteinander – wenn ich befürworten würde, dass man sich seinem selbstgewählten „Schicksal“ hingibt. Man sollte sich nie mit Halbherzigkeiten abfinden und seine Wünsche nie für ein „geht so“ aufgeben. Es gibt Wege, dass es besser wird! Neuer Mut und neue Zuversicht kommen manchmal erstaunlich schnell und überraschend. So habe ich zum Beispiel gestern ein Interview mit Svenja Flaßpöhler gehört. Sie ist Philosophin und Autorin. Ihr neues Buch trägt den Titel: „Zusammenbleiben“. Darin geht es vor allem darum, darzustellen, warum Konflikte kein Trennungsgrund sein müssen. Sie spricht von Freiwilligkeit, von Intimität, von einer Grundpassung füreinander und: der Chance, an Konflikten gemeinsam zu wachsen! Was es braucht, sind schließlich ein Wohlwollen, eine bewusste Entscheidung für das Gegenüber und die Bereitschaft, Konfliktfähigkeit zu üben. – Warum man sich Konflikte zumuten sollte in einer Zeit, wo Singlesein u.ä. doch irgendwie Trend sind? Der beste Grund ist ganz sicher der Wert des Menschen, der da sein möchte und für den man sich entschieden hat. Für alle anderen Aspekte des Zusammenseins werde ich mir das Buch kaufen und mich weiter von Flaßpöhler inspirieren lassen. 😊

    Für alle, die allein nicht weiterkommen und neue Impulse für neue Handlungsoptionen im Miteinander suchen: Eine Mediation (Konfliktmoderation) bietet einen geschützten Raum, in dem eine neutrale Person zuhört, die beide Seiten verstehen möchte und das Gespräch strukturiert und ruhig mit allen Beteiligten gleichwertig führt. Alles darf im Rahmen der Vertraulichkeit ausgesprochen werden. Gemeinsam schaut man auf Themen, Interessen, Bedürfnisse und schließlich Lösungsoptionen. Mediation unterscheidet sich von Therapie und Beratung, indem alle Seiten der Konfliktentstehung, alle Seiten der Kommunikation angeschaut werden. System und Ressourcen spielen eine wichtige Rolle. Dabei gibt es keine Ratschläge durch die Mediatorin, aber eben auch keine Therapieansätze aus der Psychologie. Mediation ist allparteilich und nach meiner Auffassung pragmatisch. Ja, auch eine Mediation kann eine Zumutung sein. Aber oft rücken zwei Menschen näher zusammen, wenn eine dritte Person mitredet.

    Mit all meinen eigenen Erfahrungen möchte ich als Mediatorin für soziale Handlungsfelder auf Basis meiner professionellen Ausbildung anderen Paaren und Familien gern helfen, ihre Themen nachhaltig zu klären.

  • „Ich versteh´die Welt nicht mehr!“ Und was Heimat damit zu tun hat

    „Ich versteh´die Welt nicht mehr!“ Und was Heimat damit zu tun hat

    Nachdem ich die vergangene Woche kaum damit hinterherkam, mir die aktuellen Meldungen abzuspeichern und in irgendeiner Form zu verarbeiten, stehe ich vor der Frage, wie man nur all das, was sich abspielt, formulieren kann, ohne dass die, die das hier lesen, denken: „Lass mich bloß in Ruhe mit dem P-Wort! Das ist mir viel zu viel.“

    Ich gebe ja zu: Mir selbst ist es zu viel. Ein Zuviel an Nachrichten, ein Zuviel an Katastrophen, ein Zuviel an Gefühlen und Sorgen, die damit verbunden sein können. Ich kann jeden verstehen, der eine ablehnende und verweigernde Haltung einnimmt, wenn es um das P-Wort geht. Ich denke bei Nachrichten oft: „Möchte ich das hören? Das kann doch wohl nicht wahr sein! Ich möchte nicht, dass das ist. Nehme ich das jetzt nur zur Kennntnis? Und weiter geht´s!?“ – Ich will mich schließlich auch nicht mit Gedanken befassen müssen, die meine bisherige Welt gefährden. Ich möchte weiterhin komfortabel wohnen, möchte weiterhin speisen und trinken, was es immer gab, und ich möchte auch nicht auf die Bespaßungen verzichten, die meinen Alltag erheitern.

    Auf gar keinen Fall werde ich mich mit einem Weniger von allem anfreunden! Wo kommen wir hin, wenn ausgerechnet ich anfange. Also ich werde weiterhin ins Flugzeug steigen, nur um am anderen Ende Europas im Sonnenstuhl den Cocktail zu genießen. Ich werde keine Angst haben, dass wir nächsten Sommer das Wasser nur noch als Überflutung sehen, aber das eigene Trinken aus dem Notversorgungsbehältern kommt – und noch vielbedeutender: Ich sinniere nicht darüber, ob wir in Zukunft überhaupt noch in Sicherheit und Freiheit die Straßen betreten können.

    Jetzt mal im Ernst: Precht brachte es in einer der letzten Podcast-Folgen mit Markus Lanz wieder auf den Punkt: „Wenn du Schattenseiten und Verluste durch eine Entwicklung thematisierst, bist du entweder alt oder rechts.“ – Wow, das ist mal eine Erkenntnis. Wie ich dazu stehe: Okay! Dann ist es halt so. Ich thematisiere es und nehme in Kauf, als alt oder rechts bezeichnet zu werden.

    Eine gravierende Veränderung folgt der nächsten. Nicht nur die technische Entwicklung ist schneller als der normale Mensch sie verstehen kann. Nicht nur die Natur und die Umwelt verändern sich schneller als das Quecksilber im Thermometer. Auch das Zwischenmenschliche hat sich in den letzten Jahren durch sämtliche Bildschirmgeräte mehr denn je verändert. Jeder spürt es, jeder sieht es. Und wenn wir ehrlich sind: Manchmal stehen wir doch in Situationen, wo wir uns fragen: Was mache ich eigentlich hier oder ist das nur ein schlechter Traum? Darüber sprechen kann man kaum. Denn was ist schon in Worten auszudrücken, was man einfach nicht versteht.

    Wir suchen nach Sicherheit. Wir suchen nach Erklärungen. Wir brauchen Geborgenheit. Wir brauchen das Vertraute. Was neu ist, soll alt werden, soll austauschbar sein. Was sich öffnet, soll sich schließen, soll sich öffnen. Was ich einmal kenne, soll bleiben. Der Mensch will nicht Resilienz (ein Modewort, das ich schon länger nicht mehr hören kann), wir brauchen Kohärenz. Das heißt Zusammenhalt, Zusammenhang und logische Verknüpfungen. Mit Kohärenz kann ich was anfangen: Daran erinnere ich mich aus meiner idyllischen Kindheit, in der die Kinder aus der Nachbarschaft noch zusammen im Sandkasten hockten, im Dorf Verstecken spielten und jeden Mittwoch Family Frost den Mischa-Bären als Eis vorbeibrachte. Man kannte sich, seine Mitmenschen, die Umgebung und die Ereignisse. Wir lebten das Zusammensein und wussten, was logischerweise regelmäßig passieren würde. Und genau in diesem Leben, wo alles so vertraut schien, schlugen wir nicht nur unsere Wurzeln, sondern entwickelten auch unsere Blüten und trugen Früchte, die mehr oder weniger absehbar waren. – Der Mensch braucht Heimat.

    Ich kenne keinen Menschen, der nicht irgendeinen Ort der Welt Heimat nennt. Selbst wenn dieser Ort so nicht mehr existiert, wie er mal war. Am Ort der Heimat fühlen wir uns sicher, teilen wir gemeinsame Werte und wir sind dort handlungsfähig. Wir bewegen uns frei und wissen doch, wo unsere Grenzen sind. Man stimmt sich aufeinander ab und wir wissen, worauf wir uns verlassen können. Jeder darf sein, wie er ist, und werden, was er möchte. Nur die Heimat solltest du lieber nicht verlassen. Denn dann wirst du immer diejenige sein, die dorthin regelmäßig zurückkehrt, um alle anderen wiederzusehen. Besuch in der Fremde ist nur eher ein Wunschgedanke für alle, die dauerhaft von dort weggegangen sind, wo sie Heimat hatten. Das Gefühl von Heimat wünsche ich mir, seitdem ich denken kann, nicht nur für das, was gerade um mich herum ist, sondern aus tiefstem Herzen irgendwie für alle – nämlich auch dort, wohin sie dann irgendwann einmal gezogen sind.

    Mir ist es nicht egal, dass in Österreich ein junger Mensch in die Schule rennt und willkürlich Kinder und Lehrer erschießt. Das ist nicht Heimat. Ich kann nicht ignorieren, dass Flugzeuge mit hunderten Menschen abstürzen und Dörfer unter Wasser und Erde begraben werden. Das ist nicht Heimat. Ich kann nicht akzeptieren, dass Menschen und Städte weggebombt werden, nur weil sie anderer Religion sind. Das ist nicht Heimat. Ich möchte nicht glauben, dass die Leute in unserem Land gegen Völkermord und Krieg demonstrieren und dabei selbst zu Tätern werden. Das ist nicht Heimat. Es macht mich sogar wütend, dass die Deutsche Bahn das Platzreservieren für Familien einfach um ein Vielfaches teurer macht. Solche Entscheidungen haben keine Berechtigung getroffen zu werden, weder in Deutschland noch in der Welt. Gegen Kinder sein ist nicht Heimat.

    Heimat findet nicht nur neben dir statt, Heimat ist in deinem Herzen. Und wenn du dir das, was du mit Heimat verbindest, wünschst, dann fühle jedes Mal in dich hinein, wenn du Dinge hörst oder liest, die du lieber meiden möchtest. Passt das zu dem, was für dich einen Wert darstellt? Ist es das passende Verhalten oder die richtige Entscheidung für das, was dir wichtig ist? Gibt es logische Zusammenhänge, die sich auf dein Gefühl von Heimat positiv auswirken? Gibt es dir Sicherheit, Zusammenhalt und Sinn, wenn das passiert?

    Wenn ich auf Themen schaue, die mit den Kriegen u.a. in Ukraine, Gaza, Israel, Iran zu tun haben, mit Militär, mit Atom, mit Rohstoffen, mit Flucht… aber auch mit der zunehmenden Steuerung der Menschheit durch die digitale Welt, dann frage ich mich: In welcher Heimat wollen die leben, die all das zu verantworten haben. Wollen sie die Steinzeit zurück? Oder reden wir hier von echtem Fortschritt? Ein Fortschritt, der Heimat besser macht?! Mehr Sicherheit durch mehr Zusammenhalt, mehr Gerechtigkeit, mehr Nachhaltigkeit? – Und wem kann ich eigentlich vertrauen, dass er das Heimatgefühl noch in seinem Herzen trägt.

  • Frühlingsträume und Politik: Was der Koalitionsvertrag wohl meint

    Frühlingsträume und Politik: Was der Koalitionsvertrag wohl meint

    Willkommen zurück bei Jennifer´s Weekly. Immer noch wenig „weekly“, dafür 100% Jennifer: 100% Frühling, 100% Gefühle, 100% Müdigkeit. Wie soll ich da im Wochenrhythmus einen Blog schreiben, der nicht nur ein bisschen unterhalten, sondern auch noch den Kern der Zeit und eure Herzen treffen soll. Also mein Herz hängt gerade weniger am politischen Geschehen, aber nach 100 Tagen fortschreitender „Trumpisierung“ passiert ja jeden Tag so viel auf der Weltbühne, da kommen weder Aktien- noch Wechselkurse hinterher. Schauen wir nicht in die USA, deren Bürger gerade Stück für Stück aus dem Schneewittchenschlaf nach Ihrer Präsidentenwahl erwachen, blicken wir auf eine deutsche Regierungsbildung, die nach „trumpschem“ Vorbild Illusionen hinterhereilt, in denen Wirtschaft und Frieden vermeintlich gleichermaßen gesichert werden können.

    Der Koalitionsvertrag spricht Bände, wenn man genau hinsieht: Wirtschaft wird hier zu Lande spätestens seit Einmarsch Putins in die Ukraine nur noch mit Krieg und Frieden zusammengedacht. Den Glauben, wir könnten ohne Krieg-und-Frieden-Diskussionen in einer Welt leben, die auf Verstand und Vernunft basiert, können wir ablegen. Wer denkt wie ich, nämlich dass es doch verdammt nochmal möglich sein muss, sich nachhaltig, respektvoll und wertschätzend auf dieser Erde zu bewegen, der muss auch erkennen, dass die, die uns regieren, kein Interesse daran haben. Weder ein Putin, ein Trump, ein Macron, ein Jong-un oder ein Merz geht es um ein friedliches Miteinander, um den Einklang zwischen Mensch und Natur. Wenn es nicht um noch mehr Geld geht, geht es um Macht. Die Macht, Entscheidungen zu treffen, die die Welt und sie selbst bei Laune halten.

    Und so dachte ich mir, ich überfliege einmal die 146 Seiten des Koalitionsvertrages unserer altbewährten Freunde aus CDU, CSU und SPD.  „Verantwortung für Deutschland“, „sicheres Deutschland“ und „erfolgreiches Regieren“ stehen da gleich in der Einleitung so wohlklingend wie selbstverständlich, dass ich gar nicht weiß, ob ich lächeln oder weinen soll, während ich das lese. „Wir verstehen das Wahlergebnis als Auftrag für eine umfassende Erneuerung unseres Landes, die auf Stärken baut und Schwächen bereinigt, die neue Sicherheit schafft, Stabilität bietet und Zusammenhalt stärkt.“ Also wenn umfassende Erneuerung bedeutet, dass man wie in den USA massenhaft Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst entlässt, Unternehmer in die Politik holt, überzogene Zölle einführt, militärisch in Ländern mitmischt, wo man nichts verloren hat, Umwelt und Klima ignoriert und DANN meint, die Lösung aller Probleme liege doch nur in der Sicherung der Grenzen, dann möchte ich nicht Teil dieser Erneuerung sein. – Was wäre denn echte Erneuerung? Womit könnte man denn Deutschland wieder zu einem Land machen, auf das man stolz sein kann? Das Land der Dichter und Denker. Diese Aussage gefällt mir eigentlich. Erst einmal die Vision einer Idealwelt dichten und dann die Lösungen dahin denken. – Was sich hier gerade abspielt, ist mir einfach zu primitiv! Ich fühle mich mehr als 100 Jahre zurückversetzt, wenn ich in diesem Koalitionsvertrag Passagen lese wie: „In der Stahl- und Automobilindustrie stehen wir vor enormen strukturellen Herausforderungen. Gleichzeitig muss die Verteidigungsindustrie sehr zügig und im großen Maßstab skalierbar wachsen. Wir prüfen daher, wie die Umrüstung und Ertüchtigung vorhandener Werke für die Bedarfe der Verteidigungsindustrie unterstützt werden können.“ – Geht´s noch, Herr Merz? Und all die anderen, die da mitmachen… Ich möchte keine Umrüstung der Automobilbranche in eine Rüstungsbranche! Nein! Und auch nicht eine „wettbewerbsfähige Hafeninfrastruktur mit guter Hinterlandanbindung, die auch militärische und energiepolitische Erfordernisse berücksichtigt.“ Oder dass Sie „Leichtbau-Technologie, additive Fertigung und 3D-Druck fördern“, um nach ukrainischem Vorbild 3D-Druck-Drohnen für jeden Privathaushalt zu ermöglichen. Ich bin auch gegen den zügigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur nach Polen und Tschechien, wenn dieser dem Krieg dienen soll. Und nein, ich habe auch keine Lust auf gut besuchte Regionalflughäfen, wenn diese die zukünftigen Anflugsorte für Militärflugzeuge sind!

    Ja, liebe Leser und Leserinnen, so etwas steht im Jahr 2025 auf der Agenda. Nicht nur, dass man unter Nachhaltigkeit einen Auftrag zu Kriegsvorbereitungen versteht, anstatt eines Beitrags zum Erhalt unserer Umwelt und unserer Ressourcen, von denen wir leben und ohne die wir sterben. Man hat in diesem Vertrag sogar noch Vorhaben formuliert, die maßgeblich dafürsprechen, wieder weniger Rücksicht auf Umwelt und Natur zu nehmen: Wasserstraßen und Häfen werden transformiert (und bitte nicht glauben, dass das ein naturnaher Umbau wird), die Luftverkehrssteuer wird zurückgenommen, die Multikodierung von Flächen wird gestärkt, der Wald wird als Multinutzungsobjekt gesehen und wer gern auf die Jagd geht: Die angehenden Soldaten dürfen nun auch den Wolf abschießen. – Ich versuche gern, die Vorteile zu sehen, wenn Bauvorhaben beschleunigt werden, indem die Mitsprachemöglichkeiten von Bürgern und Umweltverbänden zeitlich begrenzt werden. Wer wartet schon gern jahrelang, bis der erste Spatenstich erfolgen kann. Was ich aber auch sehe, ist die Lockerung von Bürokratie nicht zugunsten ökologischer Nachhaltigkeit, sondern eher zum Zwecke weiterer Versiegelung von natürlichen Flächen und weiterer Eingriffe in gerade noch vorhandene Wälder. – Ich kenne das Land- und Stadtleben. Ich liebe beide Welten mit ihren Eigenheiten. Beide Welten haben ihre Vor- und Nachteile. Was ich nicht verstehen kann, ist, wenn Straßen in Städten werden sollen wie Dörfer, und wenn Wälder behandelt werden, als könnte man Bäume wieder aufbauen wie Häuser. Dieses Denken und Handeln ist absurd und zielt auf alles, nur nicht auf Nachhaltigkeit.

    Wer das ländliche Leben einmal kennen und lieben gelernt hat, den sollte es freuen, dass im Koalitionsvertrag zumindest die ländlichen Regionen ansatzweise bedacht wurden. „Wir wollen Dörfer der Zukunft als lebens- und liebenswerte Heimat fördern.“, heißt es. Nur nach konkreten Maßnahmen hierzu darf man im Koalitionsvertrag nicht suchen. Bitte nicht nachfragen! Man könnte feststellen, dass alles beim Alten bleibt. Sogar das Rentenniveau! Wir freuen uns auf weitere 7 Jahre mit der aktuellen Rente für alle, die schon Rentner und Rentnerinnen sind und bereiten unterdessen vor, dass wir zukünftig alle aktien-fit sein müssen, um nach der 68 nicht in Armut zu leben. Dafür soll es dann die Frühstartrente geben. Nimmt man ab dem 6. Geburtstag für sein Kind 10 € pro Monat vom Staat und legt es an, hat man das große Glück und kann zum 68. Geburtstag eventuell, vielleicht, wahrscheinlich circa 25.000,00 € ernten. Das ist quasi die Umerziehung der Bürger zur selbstverantwortlichen Altersvorsorge. Zusätzlich darf der fleißige Bürger, der noch nicht seinem Krebs oder einer anderen Volkskrankheit erlegen ist, über das Regeleintrittsalter hinaus bis zu 2.000,- € steuerfrei dazuverdienen. Erfreulich ist auch, dass Frauen(!) in der deutschen Wirtschaft weiterhin benannt und berücksichtigt werden. Nicht wie bei Trump, wo das Wort „Frauen“ aus sämtlichen Dokumenten verschwinden soll. Bei uns erhalten nun alle Mütter „die Mütterrente mit drei Rentenpunkten – unabhängig vom Geburtsjahr der Kinder –, um gleiche Wertschätzung und Anerkennung für alle Mütter zu gewährleisten.“ „Die Finanzierung erfolgt aus Steuermitteln, weil sie eine gesamtgesellschaftliche Leistung abbildet.“ – Wow! Bravo, Herr Merz! Da durfte wohl Ihre Frau auch einmal ein bisschen mitschreiben am Koalitionsvertrag? Vielleicht war sie es auch, die auf „Bewegung und gesunde Ernährung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen“ hingewiesen hat. – Nach alledem, was man den Kindern und Jugendlichen in der Pandemie nicht altersgerecht zumutete, stellen jetzt bestimmt viele Frauen der älteren Generation fest, dass Kinder heutzutage nicht mehr so fit sind, wie „damals“. Zeit wird´s, dass die Politik Sport und Bewegung wieder mitdenkt. In einem gesunden Körper steckt schließlich auch ein gesunder Geist. Gesunder Geist, friedlicher Geist. – Ähm, ja…stimmt, Herr Merz, da müssen Sie noch einmal abwägen, ob Sie friedliebende Seelen oder doch eher Maschinen für den Kampf an der Front wollen.

    Zu guter Letzt noch ein paar wohlwollende Floskeln aus dem Vertrag: Flüchtlinge, Erwerbsmigranten, wie auch immer man die Gruppen nennt – man will eine Work-and-Stay-Agentur gründen. Alleinerziehende möchte man entlasten – was genau da bei den wenigen Milliarden Euro übrigbleibt, wird noch geprüft. Bei körperlich stark belasteten Berufsgruppen gibt es offensichtlich Möglichkeiten für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Und wie in jeder Legislaturperiode kommen angeblich massive Investitionen in Kitas und Schulen, um die Chancengleichheit zu erhöhen. In die Situation der Arbeitslosigkeit möchte man zukünftig mit besten Voraussetzungen aus der massiven Aufwertung unseres Schulsystems dann bitte nicht mehr kommen, denn da erwartet die, die einmal Vermögen durch Arbeit aufgebaut haben, dass sie weniger Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Leisten, leisten, leisten wird belohnt von unserer neuen Regierung! Deshalb erwarten uns auch steuerfreie Überstunden. Und Frauen werden als Unternehmensgründerinnen stärker unterstützt.  Ja richtig, Frauen werden nicht gleichbehandelt, sie benötigen gesonderte Unterstützung im Berufsleben! Work-Life-Balance adé, Geschlechtsdiskriminierung juché!

  • Mein Fußabdruck, Nachhaltigkeit und andere Katastrophen

    Mein Fußabdruck, Nachhaltigkeit und andere Katastrophen

    Verrückt… Vier Wochen vergingen wie im Flug. Vor über vier Wochen beschloss ich das Schreiben für mich. Keine instagram-Kommentare, keine whatsapp-Nachrichten, keine E-Mails, keine Briefe. Irgendwie soll es endlich anders und nachhaltiger werden. Etwas, das bleibt, im Herzen oder im Kopf, das wäre toll!
    Während ich diese Worte schreibe, ereilt mich direkt und ungeschönt das Bewusstsein, wie wenig Zeit uns doch bleibt, all das zu tun, was man gern tun möchte, solange man die Ehre hat, auf dieser Erde zu leben und seinen Fußabdruck zu hinterlassen.
    Ich habe ja schon ein großes Herz für unsere Erde. Wie könnte ich nicht, als ehemalige Backpackerin. Wenn ich könnte, wüsste ich sehr genau, welche Maßnahmen ich politisch durchsetzen wollte, um unsere Erde zu retten. Weniger Konsum von Billigprodukten, besseres Müllmanagement und Recycling, weniger Chemie, Reinhaltung von Wasser, weniger Waldrodung etc. pp. Wenn ich „Fußabdruck“ als Metapher nutze, dann möchte ich in meiner Idealvorstellung nur ganz sanft den Boden berühren. Gerade genug, um den zukünftigen Generationen den Weg zu weisen, wie sie liebevoll mit sich und der Umwelt umgehen sollen, sodass alle Lebewesen auch weiterhin gut auf unserem blauen Planeten leben können. – Aber was schreibe ich da! Man könnte meinen, ich verbrächte meine Zeit als „Öko“ in einer Holzhütte mit Leinenkleidung am Körper und Linsen im Topf. Nein, das mache ich nicht. Ich stecke genauso in der Konsumwelt und in der Wohlstandsgesellschaft fest wie jeder andere Durchschnittsbürger der westlichen Welt auch. Meine Wünsche an die Menschheit sind größer als die selbst gelebte Praxis. Trotzdem lässt die heutige Technik viel mehr Umwelt- und Klimaschutz zu, als die Unternehmen umsetzen und die Privatperson in seiner kleinen Sphäre erkennt.
    Habe ich geschrieben „westliche Welt“? Da habe ich wohl für einen Moment die Tatsache verdrängt, dass wir uns politisch gerade vom „Westen“ verabschieden. Hier und da erklingen derzeit die Worte vom „Ende des Westens“. Ja, US-Präsident Trump hat einiges offensichtlich gemacht, was wohl schon lange – zumindest in der Wirtschaftswelt – in den Angstköpfen laut geschrien hat: Die Ressourcen der Erde werden knapp! – Guten Morgen an alle, die dachten Kohle, Metalle und Öl wachsen nach. Und wer zukünftig noch Geld machen möchte, muss sich jetzt – und zwar jetzt! – so viele Quellen sichern, wie nur möglich. Da kommt ein Konflikt um Landesgrenzen im weit entfernten Eurasien gerade recht. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Das wurde uns schon in der Kindheit eingepflanzt. Nach Jahren der „Zickereien und Zankereien“ ist nun der Moment gekommen, wo endlich wieder alle die erfreuten Dritten sein wollen. Was waren schon Merkel, Obama und Berlusconi – da hat jeder doch nur auf sein Stückchen Erde geschaut. Jetzt erblühen die Wunden der Vergangenheit. Jetzt schauen wir uns mal die nie verschwundenen Schmerzen an. Jetzt wollen wir endlich mal die richtige Medizin gegen „Gierhals-Schmerzen“ nehmen: Es lebe der Neo-Kolonialismus! Jeder nimmt sich, was er braucht. Wer nicht ja sagt, wird mundtot gemacht.
    Und während einige Präsidenten erkennen, dass man an Ressourcen über Druckmittel kommt (da kann man schon mal vor laufender Kamera ein würdeloses Gespräch zwischen Ukraine und USA führen), erkennen andere die Chance des großen Gewinns darin, einfach das, was noch da ist auf der Erde, so schnell wie möglich wieder – und dieses Mal noch massiver – in Waffensysteme zu investieren. Die Welt hat sich die letzten 70, 80 Jahr schließlich weitergedreht. Das hat auch ein Merz erkannt: Waffen heute sind nicht die Waffen aus dem 2. Weltkrieg. Heute hat man Drohnen und Cyberangriffe. Das klingt viiiel harmloser! Eher nach einem Spiel, was der heutigen Jugend doch gefallen müsste. Ich könnte fast vergessen, dass es die Atombombe, die uns entweder sofort erschlägt oder qualvoll an Krankheiten sterben lässt, vergessen. Man nehme einfach ein paar Milliarden Euro Steuergeld – was von den Bürgern und Unternehmern, die zum großen Teil auf ehrliche Weise gewirtschaftet haben, kommt. Man gebe dieses Geld in Rüstungsunternehmen. Man kaufe selbst ein paar Anteile in Form von Aktien. Und siehe da: Das Vermögen einzelner vervielfacht sich innerhalb weniger Jahre! – Schon haben sich ein paar geschürte Ängste vor dem bösen Russen gelohnt. Dazu kommt der positive Nebeneffekt, dass man den Umbau der Wirtschaft auf grüne Nachhaltigkeit erst einmal vom Tisch hat. Einführung von künstlicher Intelligenz, mehr Einsatz von Robotern und weniger Jobs in der konventionellen, bisherigen Industrie gefährden unsere Arbeitsplätze? Wo kommen wir hin… Die Menschen schicken wir einfach in die Rüstungsindustrie und zur Bundeswehr! Geld und Sicherheit für wenige, Beschäftigung und Ablenkung für viele. Da hat man doch zwei Fliegen mit einer Klatsche erwischt.
    Ja, die Wiedereinführung der Wehrpflicht steht tatsächlich auf der Tagesordnung. Wer sich schon an den Gedanken gewöhnt hat, nie wieder was mit Krieg zu tun zu haben, dem sei gesagt, dass wir zukünftig alle wieder Menschen in der Familie haben werden, um deren Leben wir bangen müssen, während wir gemütlich zuhause auf dem Sofa sitzen. Hatte Merz sich nicht kurz nach dem Mord des Mädchens durch einen Messerangriff hingestellt und so getan, als müsste man unsere Kinder schützen? Voller Emotion sprach er vom Schutz der Bevölkerung vor kaltblütigen illegalen Migranten. Ach, was interessiert uns das Geschwätz von gestern. Die Grenzen können wir mit der SPD sowieso nicht dicht machen. Da nehmen wir doch die jungen Menschen und stellen sie an die Front, um die Rüstungsmilliarden der alten Säcke vor einem Angriff aus dem Osten der Welt zu schützen. Vielleicht bildet man auch die Menschen, die ohnehin aus dem Krieg kommen, noch besser aus. Ganz bestimmt stärkt das die innere Sicherheit! Ist man also nicht mit Arbeit beschäftigt oder selbst wehrpflichtig, darf man sich immerhin mit der Angst, Menschen zu verlieren, von Kriminellen ins Visier genommen zu werden oder von einer Bombe erwischt zu werden, auseinandersetzen. Wem das noch nicht reicht: Steigende Temperaturen sind so sicher wie die steigenden Preise. Langweilig wird’s nicht.

  • Meine Reise mit WordPress: Ein persönlicher Blogstart

    Meine Reise mit WordPress: Ein persönlicher Blogstart

    „Willkommen bei WordPress! Dies ist dein erster Beitrag. Bearbeite oder lösche ihn, um deine Blogging-Reise zu beginnen.“

    Mit diesen Worten begrüßt mich am 9. März 2025 wordpress.com in der digitalen Welt. „Hallo Welt!“ Ahja… Die ganze Welt möchte ich hier eigentlich erst einmal nicht ansprechen. Oder vielleicht doch? Man soll ja groß denken. Oder doch erstmal klein stapeln… Fragen über Fragen. Schauen wir einfach, was passiert.

    Dass ich hier gerade meine eigene Webseite starte, fühlt sich etwas surreal an. Aber hey – Ich bin eine Frau, die mit 39 Jahren mitten im Leben steht und nicht selten viele Gedanken hat, die sie unbedingt loswerden darf. Ich bin bestimmt keine schlagfertige Person, die frechen Menschen immer sofort etwas entgegnen könnte. Erst recht keine Quasselstrippe, die oberflächliches Schnattern zelebrieren würde. Das heißt ja aber nicht, dass ich nicht wenigstens einmal wöchentlich etwas zu sagen habe, was jenseits der Wettervorhersage liegt.

    Ich bin ein denkendes und fühlendes Wesen und als solches gibt es ganz bestimmt das eine oder andere, was vielleicht >interessant, aufschlussreich, hilfreich, inspirierend, motivierend oder einfach nur unterhaltsam< ankommt. Ich denke und ich schreibe gern. Deshalb möchte ich Menschen an Teilen meines Denkens und Fühlens teilhaben lassen. Nette Menschen versteht sich. Wenn du das Bedürfnis verspürst, Shitstorms zu bedienen, dann bist du auf meinem Blog falsch. Wenn ich mich austauschen möchte, dann mit allen, die auf ihr gutes Herz zu hören noch nicht verlernt haben. „Heart and Mind“ könnte mein Motto lauten.

    Da bin ich: Jennifer ist online und selbst gespannter als jede andere Person, was diese Sache hier mit ihr machen wird. Ich sehe mich weder als Blogger, Influencer noch als Journalist. Menschlich und authentisch werden meine Beiträge immer sein. Kategorien a là links/rechts, dumm/schlau, extro/intro, reich/arm, analytisch/kreativ, sexy/brav, Heimweh/Fernweh, traditionell/modern, konservativ/alternativ oder lieb/böse braucht mir beim Lesen keiner überstülpen. Ich gehöre in keine Kategorie (abgesehen von „Frau“) und darauf bin ich nicht nur stolz, sondern auch sehr froh darüber. – Wenn du dich nicht kategorisierst, hat das Leben mehr von dir!

    Schön, dass du vorbeischaust!